
Auch Trainer Quickert war zufrieden mit seiner Mannschaft, die auf vierzehn Spieler verzichten musste und sich während des Spiels weitere Verletzungen zuzog.
Zahlreiche Stammkräfte mussten am Wochenende ersetzt werden und somit kam es zu der Situation, dass nur 7 Spieler beim Tabellenführer antraten. Daher mussten alle Spieler über die volle Distanz von 60 Minuten gehen, was im Handball eigentlich eine Unmöglichkeit darstellt.
Im Tor begann dieses Mal der A-Jugendliche Denny Nordmann, mit seinem ersten Einsatz bei den Senioren. Auf den Außen standen Thomas Hille und Alexander Haking. Den Rückraum bildeten Michael Berghof und Hermann Siepker, auf der Mitte startete Frank Kreimer und den Kreisspieler gab Alexander Richter.
Michael Berghof hätte dieses Spiel unter normalen Umständen gar nicht antreten können, da er sich am Trainingstag zuvor eine Zerrung in der Leistengegend zugezogen hatte. Nur auf Grund der dünnen Personaldecke stellte er sich zur Verfügung.
Das Spiel an diesem Samstagabend begann überraschend ausgeglichen. Die Alemannen kämpften um jeden Ball und spielten eine konzentrierte und aggressive Abwehrarbeit.
Nach einigen Minuten stand es noch 2:3 und somit hoffte die Mannschaft bereits auf eine Überraschung im Spiel.
Doch schon nach zehn Minuten war diese Hoffnung geschwunden, als Neuenhaus bereits mit 7:2 führte.
Im Laufe der ersten Halbzeit übernahm der Schiedsrichter plötzlich die Hauptrolle, obwohl es sich um ein sehr faires Spiel handelte. Unzählige Freiwürfe wurden vergeben, bei deren Ausrichtung penibel auf den richten Abwurfpunkt geachtet werden musste.
Leider konnte der Rückraumspieler Hermann Siepker nicht jeden dieser Freiwürfe aufs Tor bringen, da er häufig im Block der Neuenhauser hängen blieb.
Dennoch gelangen ihm in der ersten Hälfte 3 Treffer und zusammen mit Michael Berghof, der sich zwei Mal schön durch die Abwehr stahl, waren die beiden die einzigen Torschützen des SVA. Der Halbzeitstand 14:5 ließ sich angesichts der ungewöhnlichen Verhältnisse recht gut anschauen.
Die zweite Hälfte begann nicht gerade positiv für Salzbergen, da man gleich sechs Gegentore in Folge kassierte und es plötzlich 20:5 stand.
Anschließend kam es zur zweiten Verletzungen, als sich Alexander Haking, nach einem Foul, eine Verstauchung am Finger zuzog. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Jochen Quickert sicher.
Die dritte Verletzung bekam Alexander Richter, der hochgestiegen war, um aus der zweiten Reihe zu treffen. Ein Foul in der Luft hatte die Folge, dass Richter unglücklich auf den Rücken fiel. Somit waren mit Berghof, Haking und Richter drei Alemannen auf dem Platz, die auf Grund ihrer Verletzungen eigentlich hätten ausgewechselt werden müssen, was aber nicht möglich war.
In der Folgezeit machten sich dann die Kondition und die Verletzungen bemerkbar, denn der Gegner aus Neuenhaus konnte nun einen Tempogegenstoß nach dem anderen setzen und den Vorsprung jetzt deutlich ausbauen.
Außerdem versuchte der SVA durch aggressives Spiel den Spielfluss der Neuenhauser zu unterbinden, was allerdings sehr häufig in Zweiminutenstrafen endete. Diese Spielweise schwächte daher mehr, als das sie den Gegner irritieren sollte.
Die Salzbergener Tore zum Entstand von 34:10 erzielten Jochen Quickert per Siebenmeter, sowie Alexander Richter freistehend am Kreis.
Trotz der deutlichen Niederlage sprach Trainer Quickert nach dem Spiel von einer Steigerung und der besten Saisonleistung. Mit allen Spielern an Bord wäre hier eindeutig mehr zu holen gewesen.
Die Torschützen im Überblick: Hermann Siepker (4/1), Jochen Quickert (3/3), Michael Berghof (2), Alexander Richter (1)
Ein Blick auf die Jugend des SVA gibt momentan richtigen Grund zur Freude.
Die weibliche E-Jugend mischt die Liga auf und ist in ihrer ersten Saison der aktuelle Tabellenführer! Ein 13:7 gegen Bentheim/Gildehaus 3 war zu keiner Zeit gefährdet.
Auch die männliche E-Jugend ist auf dem Weg nach ganz oben, denn sie besiegten den HC Lingen mit 14:9 und liegen nur auf Grund der weniger gespielten Partien nicht auf dem ersten Rang.
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