
Wieder verloren und doch war alles anders
In Twist boten die SVA Handballer ihr bestes Saisonspiel und waren lange Zeit in Führung. Am Ende ging das Spiel durch fehlende Konzentration 20:30 verloren.
Mit einem vollen Kader bestritten die Alemannen ihr fünftes Saisonspiel gegen Grenzland Twist. Die erste Überraschung hingegen gab es bereits bei der Ankunft, denn die Sporthalle selbst war eine Reise wert. Nicht einmal ein ganzes Handballfeld passte hier hinein, sodass alle Spieler eng aneinander stehen mussten.
Der SVA begann mit Cirovic im Tor, Espelage und Haking auf den Außen, Segger und Siepker im Rückraum, Kreimer auf der Mittelposition und Berghof am Kreis.
Das Spiel begann, wie es sich alle erhofft hatten, mit einer ausgeglichenen Phase. Endlich gingen die Alemannen mal nicht mit 0:5 in Rückstand sondern lieferten sich mit den Twistern ein Spiel auf Augenhöhe.
Thomas Segger war der erste Torschütze im Spiel und somit ging Salzbergen zum ersten Mal in dieser Saison in Führung. Für Segger sollte es nicht der letzte Treffer am Nachmittag gewesen sein, denn auch die beiden nächsten Tore erzielte der dynamische Rückraumspieler.
Doch da auch Twist seine Treffer erzielte, blieb die Begegnung spannend. Weitere Tore durch Siepker, Espelage, Quickert und Segger wurden immer wieder ausgeglichen, sodass es nach gut zwanzig Minuten 9:9 stand.
Eine besondere Szene bot eine Chance durch Jannis Espelage, der alleine in den Kreis der Twister sprang und dabei übel gefoult wurde. Ein klarer Siebenmeter sowie eine Zeitstrafe wurden vom durchweg schwachen Dörpener Schiedsrichter verwehrt, der in dieser Situation auf Schwalbe entschied. Espelage und selbst sein Gegenspieler bestätigten nach dem Spiel ein klares Foulspiel.
Nachdem Berghof mit einem Treffer diese Szene vergessen machten, schlugen sich die Alemannen durch zwei Zeitstrafen gegen Segger und Berghof selbst, da man nun zwei Spieler weniger auf dem Platz hatte. Gerade in dieser spielentscheidenen Phase war dieses Unterzahlspiel tödlich denn erstmal lag man mit drei Toren 10:13 zurück.
Weiteren vier Treffern von Twist standen anschließend nur zwei Tore durch Haking und den eingewechselten Ohlendorf entgegen, der zum ersten Mal in dieser Saison traf. Somit stand es zur Halbzeit 12:17 und wieder waren die typischen fünf Tore Differenz zwischen der Alemannia und ihrem Gegner.
Auch der Anfang der zweiten Hälfte gehörte den Grenzländern. Nach nur drei gespielten Minuten erhielt Berghof seine dritte Zeitstrafe und somit die rote Karte. Die erneute Unterzahlphase konnte der SVA nicht gut kompensieren und fing sich in kürzester Zeit sieben Treffer. Auf eigener Seite gelangen nur Segger ein zwei Mal Haking weitere Tore, da das Zusammenspiel der Beiden jetzt sehr gut klappte.
Kurz darauf kam es zum nächsten Aufreger, als der Torhüter der Alemannia eine fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe erhielt. Bei einem Tempogegestoß der Twister kam Cirovic aus seinem Raum ein pfückte den langen Ball aus der Luft, prallte jedoch anschließend unglücklich mit dem Stürmer der Twister zusammen. Warum er dafür eine Strafe erhielt bleibt das Geheimnis des Schiedsrichters.
Bemerkenswert war aber auch die Leistung von Cirovic, der an diesem Tag vier von fünf Siebenmetern gehalten hatte und auch sonst einen sichern Rückhalt für die Abwehr bot.
Nach diesen Rückschlägen war die Moral und der Siegeswille des Teams stark angeschlagen. Mit einem Acht-Tore-Rückstand gelang jetzt wenig. Nur Quickert per Siebenmeter und zwei Tore von Brinker aus dem Rückraum standen in den letzten zehn Minuten auf dem Torekonto, wohingegen den Twistern noch sechs Tore zum 20:30 Entstand gelangen.
Die Torschützen im Überblick: Segger (6) Haking (3) Quickert (3) Brinker (2) Espelage (2) Siepker (1) Berghof (1) Ohlendorf (1) (Ein Tor ist leider nicht überliefert)
Dennoch kann man erkennen, dass der Weg bis zum ersten Sieg nicht mehr weit ist. Vielleicht erfolgt dieser ja schon am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen Werlte 2. Der Anpfiff am 26.10. ist um 17:00 Uhr! 
|