
Knappe 29:32 Niederlage trotz zahlreicher Ausfälle im Team der Alemannia macht Mut für die nächste Spielzeit.
Salzbergen musste auf zahlreiche Leistungsträger wie Brinker, Kreimer, Segger oder Wilp verzichten, die in den Spielen zuvor immer in der Startformation standen.
Dafür spielte Salzbergen mit drei Neuzugängen auf. Leif Grötecke, der bereits länger mit der Mannschaft trainierte, sowie die beiden Neuzugänge aus Schüttorf Thorsten Hanfeld und Kai Schockmann, Sohn vom Trainer Michael Schockmann bestritten ihre ersten Einsätze im rotweißen Trikot.
Folgende Aufstellung bot Ersatztrainer Thomas Segger zu Beginn des Spiels: Nordmann im Tor, Berghof und Haking auf den Außen, die somit in jedem der 15 Saisonspielen diese Position besetzten, Siepker und Lammers im Rückraum, Schockmann im Zentrum, sowie Hanfeld am Kreis.
Salzbergen kam schwach ins Spiel, da der Respekt vor dem Tabellendritten mit dieser ersatzgeschwächten Mannschaft zu groß war. Doch schon nach wenigen Minuten begann Kai Schockmann seinen Torreigen. In der dritten Minute war es aber erstmal Berghof, der den SVA aus dem Schlaf holte und auf 1:3 verkürzte.
In den nächsten Minuten lief dann nichts mehr ohne Schockmann. Der junge Neuzugang schlug ein Tempo an, welches niemand auf dem Platz mitgehen konnte und durch seine Explosivität vor dem Tor war er nicht zu stoppen. Neun von zehn Treffern erzielte er bis zur zwanzigsten Minute, als es 12:11 für den SVA stand.
Erst jetzt, nachdem Salzbergen mittlerweile führte bekam er eine Auszeit, sodass auch Hanfeld, Lammers und Haking sich in die Torschützenliste eintragen konnten. Doch auch Surwold kam jetzt wieder besser ins Spiel und schaffte es, die Führung des SVA zu egalisieren.
Zu schwach war die Salzbergener Abwehr in diesem Spiel, da man es nicht schaffte den Surwolder Dreh- und Angelpunkt aus dem Spiel zu nehmen. Sonst die Stärke im Alemannen-Spiel, verhinderte diesmal die enttäuschende Abwehrarbeit eine Führung zu Halbzeit.
Nach dreißig Minuten stand es 16:16, wobei Kai Schockmann natürlich mit seinen 11 Treffern der beste Spieler auf dem Feld war. Doch auch die Leistung von Denny Nordmann war heute auf einem phänomenalen Niveau.
Der Torhüter des SVA bestritt an diesem Tag seine beste Saisonleistung und erhielt nach der Partie sogar vom Schiedsrichter einen Ritterschlag, als dieser ihm bestätigte, dass Salzbergen ohne seine überragende Leistung sicherlich zehn Gegentore mehr auf dem Konto gehabt hätte.
Die zweite Halbzeit gehörte dann ganz und gar Hermann Siepker. In Durchgang eins war der wurfgewaltige Linkshänder total abgemeldet, was man ihm nach der Pause nicht mehr anmerken konnte. Gleich die ersten beiden Würfe, die er sich nahm, fanden den Weg ins Netz und steigerten somit sein Selbstvertrauen.
Schockmann, Lammers und Hanfeld waren die nächsten Torschützen, bis Siepker erneut doppelt traf. Dann kam es zu zwei Zeitstrafen in kürzester Zeit gegen Ohlendorf und Lammers, welche das Spiel das SVA für einige Zeit unterbrach. Nur drei Treffer durch Schockmann, Siepker und Berghof gelangen zwischen der 40. und 50. Spielminute, sodass sich Surwold zum ersten Mal mit drei Toren absetzen konnte.
Anschließend war Kai Schockmann dann völlig aus dem Spiel, da er sich nur noch mit der Leistung des Schiedsrichters beschäftigte. Dieser hatte einige unglückliche Entscheidungen, machte aber auf Grund der Tatsache, dass er alleine pfiff, keine schlechte Partie.
Nur zwei kuriose Entscheidungen hatte er auf dem Plan, als er nämlich fünf Minuten vor Ende des Spiels dem Salzbergener Thorsten Hanfeld das Spielen mit Brille untersagte, obwohl er diese bereits das gesamte Spiel über trug und als er kurz vor Ende plötzlich einen Spielstand verkündete, den sowohl Salzbergen, als auch Surwold nicht auf dem Zettel stehen hatten, obwohl beide die Tore mitschrieben. Leider zu Ungunsten des SVA…
Siepker und Schockmann konnten durch Ihre Treffer fünf Minuten vor Ende sogar noch ausgleichen und es stand 28:28.
Alles war jetzt möglich, doch dann gingen dem jungen Kai Schockmann die Nerven durch.
Nach einem klaren Foul erhielt er vom Schiedsrichter zu Recht eine Zeitstrafe über die er sich dann lautstark beschwerte. Eine weitere Zweiminutenstrafe war die Folge.
Als ihm dann noch gegenüber dem Schiedsrichter eine verbale Entgleisung passierte flog Schockmann gerechterweise vom Platz. Eine solche Dummheit darf dem Schüttorfer in der kommenden Saison nicht mehr geschehen, denn dies schadet nicht nur ihm selbst, sondern auch der Mannschaft!
Anschließend war das Spiel dann gelaufen. Siepker gelang zwar noch ein Treffer, aber den Surwoldern noch insgesamt vier, sodass die enttäuschten Alemannen am Ende eine 29:32 hinnehmen mussten.
Die Torschützen: Schockmann (14), Siepker (7), Berghof (3) Hanfeld (2), Lammers (2), Haking (1)
Die Saison ist damit glücklicherweise beendet. Es wurde wie erwartet reines Lehrgeld bezahlt, denn am Ende gab es nur Niederlagen für den SVA. Doch die Steigerung im Saisonverlauf war zu erkennen und gerade das sollte Mut machen für die kommende Spielzeit im Herbst des Jahres.
Viel Arbeit wird nun im Sommer auf die Mannschaft zukommen, denn bereits im nächsten Jahr möchte man mit einer Leistungsmannschaft auf jeden Fall in der oberen Tabellenhälfte ankommen.
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