
In einem äußerst hektischen Spiel mit zahlreichen Zeitstrafen und Fouls kam der SVA nach toller Moral zurück ins Spiel und erkämpfte sich ein Unentschieden nach zwischenzeitlichem Rückstand von sechs Toren.. Mehr als die Hälfte aller Salzbergener Treffer erzielte der überragende Kai Schockmann.
Salzbergen musste auf Andy Schiele verzichten und startete mit der folgenden Mannschaft: Nordmann im Tor, Haking und Teders auf den Außen, Hanfeld und Siepker im Rückraum, Schockmann als Spielmacher und Skalka am Kreis.
Bereits in den ersten Minuten des Spiels war klar, dass die bessere Abwehr am Ende entscheiden sollte. Wenig Tore bestimmten die Anfangsphase, denn beide Abwehrreihen schafften es, die gegnerischen Angreifer fest zu machen, sodass der Schiedsrichter immer wieder auf Freiwurf entscheiden musste und somit kein Spielfluss zu Stande kommen konnte.
Salzbergen ging während dieser Phase in Führung nachdem sich Hermann Siepker mit einem Gewaltwurf aus der zweiten Reihe durchsetzen konnte. Doch diese Führung sollte die letzte im Spiel sein, denn im folgenden erzielte Emlichheim seine Tore zu einfach. Die offensive Salzbergener Abwehr bot zahlreiche Lücken, sodass die Grafschafter zu einfachen Toren kamen.
Salzbergen selber konnte nur durch Siebenmeterwürfe im Spiel bleiben. Erst war es Thorsten Hanfeld der von der Linie traf und anschließend Kai Schockmann im Nachwaruf als sein eigentlicher Siebenmeter gehalten wurde.
Doch da Emlichheim aber im Anschluss noch drei Treffer erzielte stand es zehn Minuten vor Ende der zweiten Hälfte 9:3 für die Grafschafter. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt schon fast verloren, als Trainer Michael Schockmann eine Auszeit nahm und seine Abwehr neu einstellte. Aus einer offensiven Abwehr wurde nun ein Bollwerk welches nur noch auf den Ballführenden Spieler ging. Diese erfolgreiche Umstellung sollte am Ende den Punkt retten.
Auch Kai Schockmann wurde nun wach und glänzte mit zahlreichen Toren. Nachdem er Anfangs noch einige Fehlversuche aufs Tor brachte, schien sein Können nun zurückgekommen zu sein. Mit Toren aus den verschiedensten Positionen brachte er den SVA zurück ins Spiel. Gleich fünf Tore gelangen ihm vor der Halbzeit wohingegen Emlichheim nur noch zwei Treffer erzielte. Zur Halbzeit stand es 11:7 für die Grafschafter.
Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag, denn bereits nach einer gespielten Minute erhielt Emlichheim eine von zahlreichen Zeitstrafen. Kai Schockmann wurde bei einem Tempogegenstoss gefoult und sein Gegner erhielt nach der dritten persönlichen Zeitstrafe die rote Karte. Das Tor gelang Schockmann dennoch.
Nachdem Schockmann zwei weitere Treffer in Folge erzielen konnte (und somit acht in Serie), bekam der Schüttorfer in Diensten der Alemannen seine verdiente Auszeit. Häufig wurde er in der Luft attackiert und umgerissen. Glücklicherweise schützte ihn der Schiedsrichter, da Emlichheim für diese rüden Fouls verdiente Zeitstrafen hinnehmen musste.
Doch da die Mannschaft jetzt wach war, wechselten die Namen der Torschützen in der Folgezeit. Erst war es Hendrik Teders, nachdem er sehr schön von Außen einlief und am Kreis verwandelte, dann traf Carsten Brinker von links Außen gefolgt von Frank Kreimer nach einem schönen Doppelpass.
Doch kurz darauf erhielt auch Salzbergen eine Zeitstrafe nachdem der eingewechselte Michael Berghof seinen Gegenspieler auf Außen umgerissen hatte. Diese zwei Minuten überstand Salzbergen glücklicherweise mit nur einem Gegentreffer.
Dann kam Kai Schockmann zurück und der Spielfluss wurde nochmal kreativer. Erst traf er per Siebenmeter, dann erzielte Thorsten Hanfeld seinen ersten Treffer aus dem Rückraum und zudem schaffte Hendrik Teders ein Tor von Außen. Es stand nach dieser Serie 16:16. Das Spiel war gedreht.
Zehn Minuten waren noch zu spielen und der Ausgang des Spiels war nicht abzusehen. Der nächste Angriff der Emlichheimer endete in einem Siebenmeter für die Gäste und Denny Nordmann erhielt seine zweite Chance einen solchen zu halten. Er nutzte seine Chance. Der Jubel war groß unter den euphorisierten Zuschauern und Salzbergen konnte nun erstmals in der Partie in Führung gehen.
Leider nutzte der SVA diese Chance nicht und erhielt wenig später sogar ein Gegentor, welcher aber kurz darauf von Kai Schockmann egalisiert wurde. Dieser Spielstand von 17:17 blieb bis zwei Minuten vor Ende bestehen, denn die hochkenzentrierten Abwehrreihen ließen keinen Treffer zu.
Erst ein Siebenmeter brachte Emlichheim wieder in Führung. Doch Salzbergen behielt trotz der ablaufenden Zeit die Ruhe. Kai Schockmann wurde gesucht und dieser bekam auch den Ball, doch sein Torversuch wurde vom Torwart gehalten. Pawel Skalka war es nun zu verdanken, dass das Spiel nicht verloren ging. Der Salzbergener Kreisläufer reagierte blitzschnell und erkämpfte sich den Abpraller. Im Sprung verwandelte er diesen und der Endstand von 18:18 war erreicht.
Beide Mannschaften sollten in der letzten Minute noch einen Angriff laufen, doch diese wurden glücklicherweise jeweils von den Torhüter pariert, denn einen Sieger, oder vielmehr Verlierer, hätte diese spannende Partie nicht verdient gehabt.
Die Torschützen: Schockmann (10), Hanfeld (2), Teders (2), Brinker, Kreimer, Siepker und Skalka (je 1)
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