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Montag, 28. September 2009
Handball
Handballherren feiern den ersten Saisonsieg ihrer Vereinsgeschichte!

Es ist vollbracht!

722 Tage nach Abteilungsgründung. Über 200 Trainingseinheiten und mehr als 500 Trainingsstunden später. Im 18 Versuch im Ligabetrieb. Nach genau 26 eingesetzten Spielern war es an diesem Sonntag, dem 27.09.09 um genau 18:07 Uhr soweit.


 

Die Herrenmannschaft des SVA erspielte sich den Lohn der harten  und langen Arbeit der letzten zwei Jahre und zeigte, dass das erfolgreiche Handballspiel endlich in Salzbergen angekommen ist.

 

Die Vorzeichen standen auf Gegenwind an diesem zweiten Spieltag der noch jungen Saison. Die desolate Leistung im ersten Saisonspiel, der lange Ausfall der Stammkräfte Hermann Siepker und Thomas Segger, die sich unter der Woche Schlüsselbeinbrüche zuzogen und der Gegner, der kein Geringerer war als der letztjährige klassenhöhere Raspo Lathen machten nicht den größten Mut darauf, dass ausgerechnet heute der erste Sieg der Vereinsgeschichte gefeiert werden könnte. Doch es sollte alles anders kommen.

 

Das Spiel begann vor der größten Kulisse, die sich bisher bei einem Salzbergenspiel eingefunden hatte. Die Besucher sollten im Laufe des Abends gebührend entlohnt werden und sicherlich nicht zum letzten Male den Weg in die Dreifachsporthalle gefunden haben.

 

Im Dress des SVA liefen an diesem Abend zum ersten Mal die Neuzugänge Thorsten Hanfeld aus Schüttorf und Andy Schiele aus Baden-Württemberg auf, der momentan in der Kaserne Bentlage stationiert ist.

Folgende Startsieben brachte Trainer Michael Schockmann aufs Parkett:

Im Tor begann Denny Nordmann, die Außen bildeten Alexander Haking und Hendrik Teders, den Spielmacher gab Andy Schiele, im Rückraum spielten die Schüttorfer Thorsten Hanfeld und Kai Schockmann und am Kreis stand Pawel Skalka.

 

Somit war die Mannschaft im Gegensatz zum Spiel der Vorwoche in Lingen auf vier Positionen neu besetzt, was gleich zum Anfang große Wirkung zeigte. Schnell, konzentriert und kreativ waren die Salzbergener und nahmen somit von Beginn an das Heft in die Hand.

 

Die ersten fünf Minuten brachten einige Tore in Folge auf beiden Seiten, wobei der Abschluss entgegengesetzter nicht sein konnte. Der SVA nutzte seine Schnelligkeit und erzielte die ersten Tore ausschließlich durch Tempogegenstöße wohingegen Lathen es meist aus der zweiten Reihe versuchte und zu diesem Zeitpunkt noch gut durch die Salzbergener Abwehr kam.

 

Nach einigen Minuten kamen dann die Schiedsrichter zum ersten Mal ins Spiel als Kai Schockmann beim Torwurf gestört wurde und es den ersten Siebenmeter für den SVA gab. Leider scheiterte Andy Schiele am Torhüter und somit blieb es weiterhin beim Spielstand von 4:3.

 

Doch schon kurz darauf gab es die erste Strafe gegen Lathen, als Haking von Außen zum Torwurf ansetzte und dabei vom Gegenspieler aus der Luft geholt wurde. Glücklicherweise traf Haking dennoch das Tor, sodass Salzbergen nun seine Führung ausbauen konnte.

Die Überzahl nutzten die Spieler ebenfalls stark, da sie die Lücken sahen und durch Tore von Teders, Schiele und Schockmann mit fünf Toren zum Spielstand von 9:4 in Führung gingen.

Eine weitere Zeitstrafe erfuhren die Lathener direkt in Folge auf Grund einer Unkonzentriertheit, die vom Zeitnehmertisch angezeigt wurde.  Doch in dieser Phase scheiterte Salzbergen erneut mit seinen Siebenmetern, die von Schockmann und Hanfeld vergeben wurden.

 

Dennoch kam Salzbergen zu weiteren Toren durch Haking, Schockmann und Hanfeld, wohingegen man nun aber auch in der eigenen Hälfte eine Zeitstrafe entgegennehmen musste, da der eingewechselte Carsten Brinker sich zu einem Rachefoul hinleiten ließ, nachdem er ständig von seinem Gegenspieler am Hals gegriffen wurde.

Doch durch starke Abwehrleistung kam Lathen nicht weiter heran. Der Spielmacher der Gäste wurde in der gesamten ersten Hälfte von Kai Schockmann aus dem Spiel genommen und auch die wachen Mitspieler konnten mehrmals den Ball ergattern.

 

Einen besonderen Treffer markierte Schockmann kurz vor dem Halbzeitpfiff, als der Kreisläufer Pawel Skalka den Ball erbeuten konnte und mit einem gezielten Pass den ganzen Platz überbrückte, sodass der Salzbergener Torschütze nur noch einnetzen musste.

 

Nach weiteren Treffern durch die eingewechselten Berghof von Außen und Brinker aus dem Rückraum stand es zur Halbzeit 13:7 für den SVA. Doch wie schon in einigen Spielen zuvor schienen die Salzbergener in der Halbzeit wieder die Konzentration verloren zu haben.

 

Kurz nach dem Anpfiff verpassten Haking und Teders durch unkonztriertheiten die Pässe ihrer Mitspieler, sodass Lathen zu Tempogegenstößen kommen konnte. Doch diese Fehler sollten die einzigen im restlichen Spiel bleiben.  Dennoch ließ die Trefferquote im Angriff noch zu wünschen übrig. Aber Salzbergen hatte zu dieser Phase ein  As namens Denny Nordmann im Ärmel.  Der junge Torhüter der Alemannen übertrumpfte die ohnehin starke Leistung der ersten Hälfte nochmals und brachte die Lathener, die es weiterhin fast ausschließlich aus der zweiten Reihe versuchtem, zum Verzweifeln.

 

Dennoch kam Lathen wieder auf vier Tore (24:20)  heran, nachdem Salzbergen Anfang der zweiten Hälfte bereits acht Treffer (19:11) Vorsprung hatte. Doch dann zeigte Andy Schiele was in ihm steckt. Durch starke Druckphasen aus der zweiten Reihe suchte Schiele die Lücken und schloss anschließend eiskalt ab.  Auch die Siebenmeter übernahm er nun wieder in traf zwei Mal von der Linie. Anschließend traf Haking zweimal in Folge und erzielte noch zwei weitere Treffer, die leider durch die Schiedsrichter abgewunken wurden, da er knapp den Kreis betreten hatte.

 

Etwas ruppiger wurde es, als sich der Spielmacher der Lathener nicht nur den Unmut der Zuschauer und der Gegenspieler zuzog, sondern auch den der Schiedsrichter. Mit seinen fragwürdigen Aktionen schwächt er nicht nur sich selbst, sondern gleich seine ganze Mannschaft. Gerechte Zeitstrafen waren die Folge.
Doch auch Hendrik Teders musste kurz darauf vom Platz, sodass viel freier Raum war auf dem Parkett war.

 

Salzbergen wechselte in der Folge noch einige Male durch und auch Markus Lammers kam zu seinem Einsatz, den er erfolgreich nutzte. Gleich zwei Treffer aus dem Rückraum erwirkte der „Lange“ und der SVA glaubte nun immer mehr an den Erfolg.

Eine Zeitstrafe musste Salzbergen allerdings noch überstehen, nachdem Pawel Skalka wegen Klammerns am Kreis hinunter gestellt wurde. Dennoch muss man an dieser Stelle ein großes Lob an den Salzbergener Kreisläufer zollen, der sich in den Dienst der Mannschaft stellte und aufopferungsvoll kämpfte. Immer in Bewegung und fleißig in der Abwehr erkämpfte er seinen Mitspielern die Lücken, die diese nutzen konnten. Skalka belohnte sich anschließend selbst mit einem bejubelten Tor.

 

Kurz darauf war es soweit. Zur gleichen Zeit, als über die Fernseher der Republik die ersten Wahlprognosen des 17. Deutschen Bundestages liefen, wurde in der Dreifachsporthalle zu Salzbergen den Spielern der Alemannen langsam klar, dass sie ihre Führung nicht mehr aus der Hand geben würden. Das Spiel war entschieden. Der Sieg zum nicht mehr zu nehmen.

 

Salzbergens zweiter Torhüter Timo Determann, der die letzten Minuten das Tor hütete schaffte es nun sogar noch, durch nie geglaubte Paraden, einen klaren Sieg für Salzbergen festzuhalten. Am Ende sollten es elf Tore Vorsprung sein und somit ein klarer 30:19 Sieg.

 

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Endlich war das geschafft, für das man so lange gekämpft hatte. Endlich war das erste Spiel gewonnen und endlich gibt es nun die Möglichkeit in der Liga richtig anzugreifen. Der Respekt vor dem ersten Sieg ist verflogen und eine stolze Salzbergener Mannschaft kann nun gestärkt in die nächsten Duelle gehen.

 

Die Torschützen im Überblick: Schockmann (10), Schiele (7), Haking (4), Lammers (2), Berghof, Brinkers, Schiele, Skalka und Teders (je 1)

 

Es bleibt abzuwarten, ob die Salzbergener Erfolgsserie an diesem Sonntag begonnen hat.

Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte sei herzlich am nächsten Sonntag, dem 04.10. um 17:00 Uhr in die Dreifachsporthalle eingeladen, wenn gegen Sögel gleich der zweite Sieg eingefahren werden soll. Unterschätzen darf den SVA seit diesem Sonntag niemand mehr!

 

Wir zählen auf Euch!!!

 



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