Die Handballerinnen des SV Alemannia Salzbergen sorgen derzeit für Furore. Die Mannschaft war mit dem Ziel in die Saison 23/24 gestartet, auch mit einem kleinen Kader den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und nicht auseinander zu fallen. Der Teamgeist sollte im Vordergrund stehen und der sportliche Erfolg zunächst in den Hintergrund treten. Doch mit Emotionen und Leidenschaft gelang es der Mannschaft, über sich hinauszuwachsen. Zur Halbzeit der Saison grüßen die Damen von der Tabellenspitze.

 

Bereits im ersten Spiel der Saison zeigte die Mannschaft beim 25:12 gegen Werlte eine überragende Leistung, die schon viel für die kommenden Spiele verraten sollte. An der überzeugenden Abwehr- und Torhüterleistung verzweifelte bisher so mancher Gegner. Nur 109 Gegentore in sieben Spielen bedeuten einen Schnitt von nur 16 Gegentreffern. Ein in der Liga unerreichter Wert. Lediglich gegen Schwarz-Gelb Lähden mussten die SVA-Damen eine Niederlage einstecken. Kurz vor Weihnachten hallten dann die Rufe „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ durch die Dreifachsporthalle am Bruchweg. Nach dem 20:16 gegen Sigiltra Sögel stand die Herbstmeisterschaft fest. Die Mannschaft feierte stolz mit den zahlreichen Zuschauern auf der Tribüne.

 

Mit dem Gewinn der Herbstmeisterschaft wurden alle bisherigen Ziele übertroffen, sodass die Mannschaft nach mehr strebt. Kurzerhand wurden die Ziele vor dem letzten Heimspiel der Saison nach oben korrigiert. Das Trainerteam Andre Hövels und Alexander Haking dazu: „Die Chance, sich den Traum einer Meisterschaft zu erfüllen, bekommt ein Sportler nur sehr selten in seiner Karriere. Deshalb müssen wir diese Chance nutzen und wollen uns den Traum in der Rückrunde erfüllen“.

 

Da die anderen Mannschaften der Liga von der Erfolgsserie der SVA-Damen sicherlich überrascht wurden, werden diese in der Rückrunde gegen die Favoritinnen aus Salzbergen besonders motiviert sein. Zumal die Alemannia fast nur noch auswärts antreten muss. Das Trainerteam warnt: „Als Herbstmeister können wir die Favoritenrolle nicht mehr von uns weisen. Aber der Weg wird hart und wir müssen mit Rückschlägen rechnen. Wenn wir jedoch als Mannschaft weiterhin so emotional auf dem Platz agieren, können wir als Einheit alles erreichen.

 

Doch zunächst geht es für die Damen in die wohlverdiente Winterpause. Im Januar geht es dann um den Feinschliff für die im Februar beginnende Rückrunde, an deren Ende die erste Meisterschaft überhaupt für eine Salzbergener Handball-Damenmannschaft stehen soll. Spätestens im April 2024 wird das Team wissen, ob die Spielerinnen den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feiern konnten. Bis dahin lebt der Traum und die Gedanken werden sich in den nächsten Monaten auf und neben dem Platz stark um das eine große Thema drehen.